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Neue Räume für Malaika

2021
Projekte
Moderne Küche, Mensa und Sanitäranlagen für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen

Dank der Schmitz-Stiftung erhielt Malaika eine moderne Küche, Mensa und Sanitäranlagen – ein Meilenstein für gesundes Lernen und bessere Lebensbedingungen der Kinder. Jetzt können täglich bis zu 150 Kinder mit hygienischen, energiesparenden Öfen versorgt werden.

Neue Räume für bessere Lebensbedingungen

In den vergangenen beiden Jahren haben wir die Renovierung von Malaika Children’s Home vorangebracht. Im Zentrum standen eine neue Mensa, die Küche, moderne Sanitärtrakte in der Schule und auf dem „Heimcampus“ sowie die Errichtung eines Hauses für die Mitarbeiter*innen. Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Schlussbericht des von der W. P. Schmitz-Stiftung (www.schmitz-stiftungen.de) geförderten Projektes „Verbesserung der Lebensumstände für 200 Schul- und Waisenkinder in Kenia“. Wir möchten uns an dieser Stelle für die großzügige Unterstützung bedanken!

Vom Wachstum zur notwendigen Modernisierung

Malaika ist ein Waisenhaus mit angeschlossenem Krankenhaus sowie einer Grund- und Hauptschule im Kakamega County, Kenia. Die örtliche Bevölkerung lebt größtenteils von der Landwirtschaft. Auf dem fruchtbaren Boden werden unter anderem Mais, Zuckerrohr, Tee, und Bananen angebaut. Kakamega County leidet an einer der höchste Aids-Raten in Kenia, die Prävalenz beträgt 23,8%. Ca. 12% der Kinder sterben vor dem 5. Geburtstag. In Malaika werden ca. 130 Waisenkinder rund um die Uhr betreut. Neben gesundem Essen werden sie zusammen mit weiteren Kindern aus der Nachbarschaft in der heimeigenen Schule auch unterrichtet.

Seit der Gründung 1994 ist das Waisenheim stark gewachsen. Es wurden kontinuierlich neue Gebäude hinzugefügt, um die größer werdende Kinderschar unterzubringen. Ziel war die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Sanitäranlagen im Waisenhaus und der angeschlossenen Schule, um den Kindern eine sichere Einrichtung zur Verfügung stellen zu können. Auch mussten die verschärften Hygienestandards für öffentliche Einrichtungen erfüllt werden. Des Weiteren musste die Heimküche und ein Mitarbeitergebäude neu aufgebaut und eingerichtet werden, um den Köchinnen und anderen Angestellten zumutbare Arbeitsumstände anbieten zu können.

 

Bauen unter schwierigen Bedingungen

Nach Projektbewilligung konnte zügig mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die Mensa und Nachttoiletten wurden aufgrund von Dringlichkeit vorgezogen. Ab dem zweiten Quartal 2020 kam es im Zuge der Coronakrise und dem damit verbundenen Lockdown, die der Leitung und den Mitarbeiter*innen im Malaika Kinderheim das Äußerste abverlangte, zu massiven Verzögerungen bzw. Zurückstellung der Baumaßnahmen vor Ort. Das Wohlergehen der Kinder hatte und hat absoluten Vorrang.

Hinzu kam, dass unser bisheriger Architekt, Mr. Simiyu, einige seiner Aufträge aufgrund von Corona verlor. Bei unserem Projekt verlor er seine Bescheidenheit und forderte das Doppelte im Kostenvoranschlag, angeblich, weil dieses Projekt von außen finanziert wird. Zum Glück trat unser neuer Bauunternehmer, Mr. Josma, in die Verträge ein und stellte ab Januar 2021 zügig die Küche fertig und danach auch die Toilettenanlagen und die Mitarbeiterwohnung.

 

 

Aus Alt wird Neu: Die Küche

Die Küche im Waisenheim war eine einfache Hütte, in welcher neben einer großen, holzbefeuerten Kochstelle zum Kochen von Ugali mehrere kleine, holzbefeuerte Kochstellen standen. Allerdings war nur die große Kochstelle an einen Kamin angeschlossen, was zu beißendem Qualm in dem kleinen Gebäude führte.

Die neu gebaute Küche entspricht den Ansprüchen des Gesundheitsministeriums an „modern Kitchen“, trägt im Heim auch diesen Namen und ist ein Modell für andere Heime. Sie ist sehr funktional in ihrer Aufteilung. Ein großer Arbeitstisch in der Mitte des Raumes, an dem mehrere Personen und Kinder, die zum Küchendienst eingeteilt sind, Essen vorbereiten können, insbesondere auch die beliebten Krautarten, die im heimeigenen Feld und Garten mit den Kindern angepflanzt und geerntet werden.

 

Mehr Platz und bessere Arbeitsbedingungen

Die geräumige Fläche ist hygienisch einwandfrei. Das Arbeiten macht den Kindern und Mitarbeitenden Spaß. An der einen Fensterseite in der neuen Küche sind drei Öfen, die alle mit Abzugsrohren über das Dach ausgestattet sind. Es sind Energieöfen, die im geschlossenen Kreislauf arbeiten, nicht wie früher mit offenem Durchzug.

Entsprechende Waschbecken mit Wasserzuleitungen, Regalen für Küchengeräte und Schubladen für Küchengeschirr, ein Raum für Lebensmittel und Feldfrüchte schließt sich an ebenso wie ein Zugang zu Toiletten für die Mitarbeitenden von außen. Entsprechend dem didaktischen Konzept in Malaika wurde ein zusätzlicher überdachter Geschirr-Waschplatz für die Kinder, die alle ihr eigenes, gezeichnetes Geschirr waschen, direkt neben, aber aus hygienischen Gründen außerhalb der Küche gebaut.

Neue Räume für bessere Lebensbedingungen

In den vergangenen beiden Jahren haben wir die Renovierung von Malaika Children’s Home vorangebracht. Im Zentrum standen eine neue Mensa, die Küche, moderne Sanitärtrakte in der Schule und auf dem „Heimcampus“ sowie die Errichtung eines Hauses für die Mitarbeiter*innen. Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Schlussbericht des von der W. P. Schmitz-Stiftung (www.schmitz-stiftungen.de) geförderten Projektes „Verbesserung der Lebensumstände für 200 Schul- und Waisenkinder in Kenia“. Wir möchten uns an dieser Stelle für die großzügige Unterstützung bedanken!

Vom Wachstum zur notwendigen Modernisierung

Malaika ist ein Waisenhaus mit angeschlossenem Krankenhaus sowie einer Grund- und Hauptschule im Kakamega County, Kenia. Die örtliche Bevölkerung lebt größtenteils von der Landwirtschaft. Auf dem fruchtbaren Boden werden unter anderem Mais, Zuckerrohr, Tee, und Bananen angebaut. Kakamega County leidet an einer der höchste Aids-Raten in Kenia, die Prävalenz beträgt 23,8%. Ca. 12% der Kinder sterben vor dem 5. Geburtstag. In Malaika werden ca. 130 Waisenkinder rund um die Uhr betreut. Neben gesundem Essen werden sie zusammen mit weiteren Kindern aus der Nachbarschaft in der heimeigenen Schule auch unterrichtet.

Seit der Gründung 1994 ist das Waisenheim stark gewachsen. Es wurden kontinuierlich neue Gebäude hinzugefügt, um die größer werdende Kinderschar unterzubringen. Ziel war die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Sanitäranlagen im Waisenhaus und der angeschlossenen Schule, um den Kindern eine sichere Einrichtung zur Verfügung stellen zu können. Auch mussten die verschärften Hygienestandards für öffentliche Einrichtungen erfüllt werden. Des Weiteren musste die Heimküche und ein Mitarbeitergebäude neu aufgebaut und eingerichtet werden, um den Köchinnen und anderen Angestellten zumutbare Arbeitsumstände anbieten zu können.

 

Bauen unter schwierigen Bedingungen

Nach Projektbewilligung konnte zügig mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die Mensa und Nachttoiletten wurden aufgrund von Dringlichkeit vorgezogen. Ab dem zweiten Quartal 2020 kam es im Zuge der Coronakrise und dem damit verbundenen Lockdown, die der Leitung und den Mitarbeiter*innen im Malaika Kinderheim das Äußerste abverlangte, zu massiven Verzögerungen bzw. Zurückstellung der Baumaßnahmen vor Ort. Das Wohlergehen der Kinder hatte und hat absoluten Vorrang.

Hinzu kam, dass unser bisheriger Architekt, Mr. Simiyu, einige seiner Aufträge aufgrund von Corona verlor. Bei unserem Projekt verlor er seine Bescheidenheit und forderte das Doppelte im Kostenvoranschlag, angeblich, weil dieses Projekt von außen finanziert wird. Zum Glück trat unser neuer Bauunternehmer, Mr. Josma, in die Verträge ein und stellte ab Januar 2021 zügig die Küche fertig und danach auch die Toilettenanlagen und die Mitarbeiterwohnung.

 

 

Aus Alt wird Neu: Die Küche

Die Küche im Waisenheim war eine einfache Hütte, in welcher neben einer großen, holzbefeuerten Kochstelle zum Kochen von Ugali mehrere kleine, holzbefeuerte Kochstellen standen. Allerdings war nur die große Kochstelle an einen Kamin angeschlossen, was zu beißendem Qualm in dem kleinen Gebäude führte.

Die neu gebaute Küche entspricht den Ansprüchen des Gesundheitsministeriums an „modern Kitchen“, trägt im Heim auch diesen Namen und ist ein Modell für andere Heime. Sie ist sehr funktional in ihrer Aufteilung. Ein großer Arbeitstisch in der Mitte des Raumes, an dem mehrere Personen und Kinder, die zum Küchendienst eingeteilt sind, Essen vorbereiten können, insbesondere auch die beliebten Krautarten, die im heimeigenen Feld und Garten mit den Kindern angepflanzt und geerntet werden.

 

Mehr Platz und bessere Arbeitsbedingungen

Die geräumige Fläche ist hygienisch einwandfrei. Das Arbeiten macht den Kindern und Mitarbeitenden Spaß. An der einen Fensterseite in der neuen Küche sind drei Öfen, die alle mit Abzugsrohren über das Dach ausgestattet sind. Es sind Energieöfen, die im geschlossenen Kreislauf arbeiten, nicht wie früher mit offenem Durchzug.

Entsprechende Waschbecken mit Wasserzuleitungen, Regalen für Küchengeräte und Schubladen für Küchengeschirr, ein Raum für Lebensmittel und Feldfrüchte schließt sich an ebenso wie ein Zugang zu Toiletten für die Mitarbeitenden von außen. Entsprechend dem didaktischen Konzept in Malaika wurde ein zusätzlicher überdachter Geschirr-Waschplatz für die Kinder, die alle ihr eigenes, gezeichnetes Geschirr waschen, direkt neben, aber aus hygienischen Gründen außerhalb der Küche gebaut.

Mark bereitet mit der Küchencrew Chapati-Teig in der Malaika-Küche zu, während im Hintergrund Ugali gerührt wird.
Mark bereitet mit der Küchencrew Chapati-Teig in der Malaika-Küche zu, während im Hintergrund Ugali gerührt wird.

Neue Räume für bessere Lebensbedingungen

In den vergangenen beiden Jahren haben wir die Renovierung von Malaika Children’s Home vorangebracht. Im Zentrum standen eine neue Mensa, die Küche, moderne Sanitärtrakte in der Schule und auf dem „Heimcampus“ sowie die Errichtung eines Hauses für die Mitarbeiter*innen. Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Schlussbericht des von der W. P. Schmitz-Stiftung (www.schmitz-stiftungen.de) geförderten Projektes „Verbesserung der Lebensumstände für 200 Schul- und Waisenkinder in Kenia“. Wir möchten uns an dieser Stelle für die großzügige Unterstützung bedanken!

Vom Wachstum zur notwendigen Modernisierung

Malaika ist ein Waisenhaus mit angeschlossenem Krankenhaus sowie einer Grund- und Hauptschule im Kakamega County, Kenia. Die örtliche Bevölkerung lebt größtenteils von der Landwirtschaft. Auf dem fruchtbaren Boden werden unter anderem Mais, Zuckerrohr, Tee, und Bananen angebaut. Kakamega County leidet an einer der höchste Aids-Raten in Kenia, die Prävalenz beträgt 23,8%. Ca. 12% der Kinder sterben vor dem 5. Geburtstag. In Malaika werden ca. 130 Waisenkinder rund um die Uhr betreut. Neben gesundem Essen werden sie zusammen mit weiteren Kindern aus der Nachbarschaft in der heimeigenen Schule auch unterrichtet.

Seit der Gründung 1994 ist das Waisenheim stark gewachsen. Es wurden kontinuierlich neue Gebäude hinzugefügt, um die größer werdende Kinderschar unterzubringen. Ziel war die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Sanitäranlagen im Waisenhaus und der angeschlossenen Schule, um den Kindern eine sichere Einrichtung zur Verfügung stellen zu können. Auch mussten die verschärften Hygienestandards für öffentliche Einrichtungen erfüllt werden. Des Weiteren musste die Heimküche und ein Mitarbeitergebäude neu aufgebaut und eingerichtet werden, um den Köchinnen und anderen Angestellten zumutbare Arbeitsumstände anbieten zu können.

 

Bauen unter schwierigen Bedingungen

Nach Projektbewilligung konnte zügig mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die Mensa und Nachttoiletten wurden aufgrund von Dringlichkeit vorgezogen. Ab dem zweiten Quartal 2020 kam es im Zuge der Coronakrise und dem damit verbundenen Lockdown, die der Leitung und den Mitarbeiter*innen im Malaika Kinderheim das Äußerste abverlangte, zu massiven Verzögerungen bzw. Zurückstellung der Baumaßnahmen vor Ort. Das Wohlergehen der Kinder hatte und hat absoluten Vorrang.

Hinzu kam, dass unser bisheriger Architekt, Mr. Simiyu, einige seiner Aufträge aufgrund von Corona verlor. Bei unserem Projekt verlor er seine Bescheidenheit und forderte das Doppelte im Kostenvoranschlag, angeblich, weil dieses Projekt von außen finanziert wird. Zum Glück trat unser neuer Bauunternehmer, Mr. Josma, in die Verträge ein und stellte ab Januar 2021 zügig die Küche fertig und danach auch die Toilettenanlagen und die Mitarbeiterwohnung.

 

 

Aus Alt wird Neu: Die Küche

Die Küche im Waisenheim war eine einfache Hütte, in welcher neben einer großen, holzbefeuerten Kochstelle zum Kochen von Ugali mehrere kleine, holzbefeuerte Kochstellen standen. Allerdings war nur die große Kochstelle an einen Kamin angeschlossen, was zu beißendem Qualm in dem kleinen Gebäude führte.

Die neu gebaute Küche entspricht den Ansprüchen des Gesundheitsministeriums an „modern Kitchen“, trägt im Heim auch diesen Namen und ist ein Modell für andere Heime. Sie ist sehr funktional in ihrer Aufteilung. Ein großer Arbeitstisch in der Mitte des Raumes, an dem mehrere Personen und Kinder, die zum Küchendienst eingeteilt sind, Essen vorbereiten können, insbesondere auch die beliebten Krautarten, die im heimeigenen Feld und Garten mit den Kindern angepflanzt und geerntet werden.

 

Mehr Platz und bessere Arbeitsbedingungen

Die geräumige Fläche ist hygienisch einwandfrei. Das Arbeiten macht den Kindern und Mitarbeitenden Spaß. An der einen Fensterseite in der neuen Küche sind drei Öfen, die alle mit Abzugsrohren über das Dach ausgestattet sind. Es sind Energieöfen, die im geschlossenen Kreislauf arbeiten, nicht wie früher mit offenem Durchzug.

Entsprechende Waschbecken mit Wasserzuleitungen, Regalen für Küchengeräte und Schubladen für Küchengeschirr, ein Raum für Lebensmittel und Feldfrüchte schließt sich an ebenso wie ein Zugang zu Toiletten für die Mitarbeitenden von außen. Entsprechend dem didaktischen Konzept in Malaika wurde ein zusätzlicher überdachter Geschirr-Waschplatz für die Kinder, die alle ihr eigenes, gezeichnetes Geschirr waschen, direkt neben, aber aus hygienischen Gründen außerhalb der Küche gebaut.

„„I just want to thank the facilitators for the beautiful and spacious workplace, may God bless you all for us! We love you all.“ – Mark Sundae, Koch -“
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Kochen und Backen für bis zu 150 Kinder

Natürlich haben wir wieder – zusätzlich zum „SchmitzProjekt“ – auch einen neuen Backofen gebaut, um mit den Kindern „Mandazi, Scones“, süße Brötchen, Biscuit, Brot und Pizza backen zu können.

In Malaika müssen täglich bis zu 150 Kinder mit Essen versorgt werden. Mark Sundae, der Koch, erzählt von den Herausforderungen, die das mit sich bringt. Sie müssen die richtige Menge abschätzen, damit jede*r seine Portion bekommt. Durch die neue, geräumige Küche ist die Arbeit allerdings deutlich vereinfacht.

 

Energiesparend und gut organisiert

Vor allem der große Arbeitstisch in der Mitte bietet viel Platz zum Gemüse schneiden, Teig rollen oder um ein Schwein zu zerlegen. Ordnung ist auch hier das A und O, um effizient arbeiten zu können. Durch die Schränke unter der Arbeitsfläche sind die wichtigsten Utensilien stets parat, darunter auch die Becher und Teller zum Servieren. Mark schildert auch, dass laufende Kosten (operation costs) und Energie mit den neuen energiesparenden Öfen (jikos) gespart werden.

Schon früh morgens vor Sonnenaufgang herrscht reger Betrieb in der Küche und Porridge wird in riesigen Töpfen mit viel Man- & Woman Power angerührt. „A big sufuria“ wie die Kinder singen, wenn sie einen Kreis bilden.

 

Aus dem eigenen Garten auf den Teller

Wenn Porridge vom Frühstück übrig bleibt, nehmen die Kinder es in einem Eimer einfach mit in die Schule als Pausenmahlzeit. Es gibt auch neun Vegetarier unter ihnen, für die sie z.B. extra Eier zubereiten, während die anderen Fleisch und Ugali zum Abendessen serviert bekommen.

Durch den eigenen Garten kann viel eigenes Gemüse, vor allem Sukuma wiki in der Küche verarbeitet werden. Gemüse, das gerade keine Saison hat, wird daher nur in kleinen Mengen aufgetischt. Dabei ist natürlich zu beachten, dass selbstangebautes Obst und Gemüse deutlich preiswerter ist, als alles auf dem Markt zu kaufen. Einige Kinder haben im Rahmen eines Schulprojekts sogar den organischen Küchenabfall zu Kompost weiterverarbeitet. Im Fach „Agriculture“ lernen sie nämlich alles über fruchtbare Böden und wie sie ihre eigenen Lebensmittel anbauen. Abschließend sagt Mark danke und freut sich über seinen schönen Arbeitsplatz.

 

Mehr Platz für gemeinsame Mahlzeiten

Die Verwaltung in Malaika Children´s Home wartete im Jahre 2019, wie andere Kinderheime auch, auf die Betriebserlaubnis seitens des Ministeriums für Kinder und Jugend. Eine erneute Inspektion des Gesundheitsministeriums wurde durchgeführt. Dabei stufte man die ehemalige „Dining Hall“ als nicht dem hygienischen Standard entsprechendes Gebäude ein.

Grund war das offene Dachgebälk im Innenraum, das von Ameisen zerfressen wurde, mit entsprechendem Auswurf in den Raum. Ein weiterer gravierender Mangel war die Raumgröße, die eine Erweiterung erforderte. Dieses Projekt wurde vorrangig in Angriff genommen.

Der Essraum, ein neues Dach mit einer geschlossenen Zimmerdecke und neuen Fenstern für mehr Helligkeit wurden auf eigene Kosten 2019 zweckmäßig und „einladend“ verwirklicht. Hinzu kam ein entsprechender Durchbruch in der Wand, damit von der neuen Küche eine direkte Durchreiche mit Essensausgabe künftig erfolgen kann. Bisher wurde das Essen vom alten Küchengebäude außerhalb in den Essraum transportiert. Die Kosten wurden von uns selbst getragen und sind nicht Teil des „Schmitz-Projektes“!

 

Gruppenfoto vor der Malaika Küche.

Gruppenfoto vor der Malaika Küche.

Neue Sanitäranlagen für mehr Hygiene

Bei den Toilettenanlagen handelte es sich um einfachste Plumpsklos mit Grube. Diese wurden teilweise jährlich durch lokale Arbeiter von Hand ausgeschaufelt, teilweise wurden die Toilettenhäuschen einfach neben der vollen Grube neu aufgebaut.

Sowohl für den Heimbereich als auch für die Schule wurden jeweils zwei Sanitärgebäude mit je fünf Toiletten, fünf Duschen sowie Waschbecken gebaut. Die Toilettengröße wird vom „Ministry of Health“ vorgegeben.

Mittlerweile gibt es seitens der Regierung neue Regularien, die Nachttoiletten außerhalb der Schlafräume verlangen, u.a. auch weil dadurch die Funktion als Notausgang verbunden ist. Daher wurden Nachttoiletten außen an die Mädchen-Schlafräume angebaut (die Jungen-Toiletten befinden sich in unmittelbarer Nähe der Schlafsäle).

Zusätzliche Waschmöglichkeiten wurden hinzugefügt, damit sich die Kinder nach dem Toilettengang die Hände waschen können. Im Zuge der Küchenrenovation wurden für Mitarbeiter*innen ebenfalls Toiletten und Duschen eingebaut.

 

Ein Zuhause für die Mitarbeitenden

Die Angestellten können aufgrund von Wohnungsmangel nur teilweise auf dem Heimgelände übernachten und müssen von außerhalb anreisen. Die bisherige Wohnsituation ist nicht zumutbar und erschwert es dem Waisenhaus neue, zuverlässige Mitarbeiter*innen zu gewinnen.

Für die Angestellten des Waisenhauses wurde daher ein neues Schlafgebäude gebaut. Bei den beiden Mitarbeiterwohnungen handelt es sich um zwei aneinander gebaute Haushälften mit bescheidener Einrichtung entsprechend dem lokalen Standard, Küche, Bad, Toilette.

Das Gebäude der neuen jungen Toilette.

Das Gebäude der neuen jungen Toilette.

– Thomas Aenis –

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