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HIV/AIDS-Gruppe

August 2024
Health Centre
Sonntagstreffen mit starken Frauen

Zwölf HIV-positive Frauen einer Selbsthilfegruppe in Kenia erzählen von ihrem Alltag – und machen deutlich, wie wenig Unterstützung trotz kostenloser Medikamente existiert und welche gesellschaftlichen Hürden das Leben mit der Erkrankung bis heute erschweren.

Sonntagnachmittag, wir kommen aus dem „nur“ zweistündigen Gottesdienst, die Sonne strahlt über den Äquator. Wir haben Winter, daher ist es sehr mild. Der Tag kann also richtig gut weitergehen. Gleich haben wir ein Treffen mit einer Frauengruppe. Sie werden uns aus ihrem Leben berichten. Eigentlich nichts Ungewöhnliches: Frauen treffen sich, reden über ihre Familien, vor allem über die Kinder, die Ehemänner, über ihre Berufe, Träume und vielleicht noch ein bisschen Tratsch.
Nun sollte es aber ganz anders werden: Diese zwölf Frauen gehören einer Selbsthilfegruppe an, die HIV positive Menschen vereint und an ein Krankenhaus angegliedert ist. Asuna kennt und unterstützt diese Gruppe seit langem. Es sind fast nur Frauen, da die meisten Männer schon verstorben sind. Ein einziger schweigsamer Mann ist allerdings mitgekommen.

Sonntagnachmittag, wir kommen aus dem „nur“ zweistündigen Gottesdienst, die Sonne strahlt über den Äquator. Wir haben Winter, daher ist es sehr mild. Der Tag kann also richtig gut weitergehen. Gleich haben wir ein Treffen mit einer Frauengruppe. Sie werden uns aus ihrem Leben berichten. Eigentlich nichts Ungewöhnliches: Frauen treffen sich, reden über ihre Familien, vor allem über die Kinder, die Ehemänner, über ihre Berufe, Träume und vielleicht noch ein bisschen Tratsch.
Nun sollte es aber ganz anders werden: Diese zwölf Frauen gehören einer Selbsthilfegruppe an, die HIV positive Menschen vereint und an ein Krankenhaus angegliedert ist. Asuna kennt und unterstützt diese Gruppe seit langem. Es sind fast nur Frauen, da die meisten Männer schon verstorben sind. Ein einziger schweigsamer Mann ist allerdings mitgekommen.

Treffen der HIV-AIDS Gruppe
Treffen der AIDS Selbsthilfegruppe in Malaika mit Raum für Austausch

Sonntagnachmittag, wir kommen aus dem „nur“ zweistündigen Gottesdienst, die Sonne strahlt über den Äquator. Wir haben Winter, daher ist es sehr mild. Der Tag kann also richtig gut weitergehen. Gleich haben wir ein Treffen mit einer Frauengruppe. Sie werden uns aus ihrem Leben berichten. Eigentlich nichts Ungewöhnliches: Frauen treffen sich, reden über ihre Familien, vor allem über die Kinder, die Ehemänner, über ihre Berufe, Träume und vielleicht noch ein bisschen Tratsch.
Nun sollte es aber ganz anders werden: Diese zwölf Frauen gehören einer Selbsthilfegruppe an, die HIV positive Menschen vereint und an ein Krankenhaus angegliedert ist. Asuna kennt und unterstützt diese Gruppe seit langem. Es sind fast nur Frauen, da die meisten Männer schon verstorben sind. Ein einziger schweigsamer Mann ist allerdings mitgekommen.

„HIV ist leider nicht nur ein Schnupfen, der irgendwann wieder vergeht, auch wenn es jetzt Medikamente gibt, mit denen man gut weiterleben kann. Aber es gehört mehr dazu, um die Erkrankung nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. Dieses „Mehr“ ist hier aber das größte Problem.“
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Seit fast 30 Jahren gibt es kostenlose Tests und bei einer Erkrankung nun auch die kostenlosen Medikamente. Jetzt könnte ja alles gut sein, aber weit gefehlt!
Wie vor 40 Jahren in Deutschland werden die Menschen hier allein gelassen! Außer den Medikamenten gibt es keine weitere Unterstützung. Da die Infizierten meist körperlich schwach sind, können viele nichts zum Lebensunterhalt beitragen. Die Männer, meist die Überträger, sterben oftmals früher. Die infizierten Frauen mit ihren Kindern bleiben zurück. Der Staat drückt sich oft um die gesetzlichen Hilfsleistungen, wie auch häufig im Fall bedürftiger Familien.
Erschreckend ist auch die Rolle der katholischen Kirche. Noch immer verteufelt sie den Gebrauch von Kondomen und das hat große gesellschaftliche Auswirkungen. Selbst wenn man sie nur kauft – sie sind zwar überall zu haben – wird man schief angeschaut und der Dorfklatsch beginnt. Also besser keine kaufen. So steigen hier auch weiterhin die Zahlen der Neuinfizierten.
Wir wollen es genau wissen und schauen nach. In Kenia sind 1,5 Millionen Menschen HIV positiv und zuletzt gab es 53.000 Neuerkrankte pro Jahr (bei einer Bevölkerung von 53 Mio.). Die Frauen wollen wissen, wie das Verhältnis in Deutschland ist? Es gibt bei uns 90.000 Menschen mit HIV, zuletzt in 2023 gab es 2.200 neu Erkrankte bei einer Bevölkerung von 84 Mio.

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Auf unsere Frage, ob eine wissentliche Übertragung strafbar ist, erhielten wir folgende Antwort: Infiziert ein Mann eine Frau – na, dann ist es eben so. Infiziert aber eine Frau einen Mann – dann darf er sie töten. Das ist gesetzlich natürlich nicht erlaubt, aber man macht es einfach, ohne große Konsequenzen für die Mörder.
Als wir die Frauen fragten, was sie sich wünschen oder erträumen, war die Antwort: Geld! Geld für eine gesunde Ernährung, für eine Krankenversicherung, die sich hier kaum jemand leisten kann, für die Ausbildung ihrer Kinder. Einfach nur für ein einfaches Leben – Überleben! Leider können wir als kleine Gruppe diesen Wunsch nicht erfüllen. Aber wir helfen zwei Frauen bezüglich eines Augenarzt-Termins und geben eine kleine Spende zur Finanzierung der Gruppe.
Möge Gott seine schützende Hand über sie halten!

– Birgit Kollhoff –

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